4. Horber Balloncup und Deutsche Meisterschaft 2018

Und schliesslich Platz 1

Und schliesslich gewinnen wir den 4. Hober Cup mit 1200 Punkten Vorsprung auf den Australier Matthew Scaife; dritter wird Teamkollege; Roman Hugi aus der Schweiz. 

Einmal mehr hat sich die gute Zusammenarbeit der Schweizer gelohnt. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit. 

Letzte Wettkampffahrt (Montagmorgen)

Zum Abschluss des Wettkampfes gibt es nochmals ein volles Programm. Für die letzte Fahrt sind fünf Aufgaben gesetzt. Als erste Aufgabe gibt es ein CRT, dieses funktioniert ähnlich wie ein FlyIn, jedoch ist die Scoringarea beim Zielkreuz in Gebiete aufgeteilt. Diese sind jeweils nur in einem bestimmten Zeitraum zur Wertung offen. Wer diese Zonen verpasst oder mit seinem Marker nicht trifft, erhält kein Resultat.

Entgegen den meisten anderen Teams, entscheiden sich die Schweizer Piloten auf einen etwas höheren Wind für die Anfahrt zu diesem ersten Ziel zu setzten. Dies stellt sich als goldrichtig heraus. Die meisten Piloten, welche auf den Bodenwind setzten, verfehlten das Ziel, da dieser nicht ausreichend konstant war.

Danach folgten vier weitere Aufgaben, eine Qual der Wahl, ein Ellbogen, ein FlyOn sowie eine Maximum Distanz mit Zeitvorgabe.

Die Schwierigkeit hierbei lag vor allem darin, dass es beinahe unmöglich war, in der gegebenen Zeit alle Aufgaben perfekt zu lösen. Deswegen mussten fast alle Piloten eine dieser vier Aufgaben zugunsten einer anderen vernachlässigen. Es wird interessant sein, anhand der Resultate zu sehen, wie sich die verschiedenen Vorgehensweisen auf die Punktewertungen auswirken werden.

Wir sind relativ zufrieden und hoffen sehr, dass wir unsere erneute Führung, die wir am Sonntagabend zurückerkämpft hatten, halten zu können.

Sonntag Abendfahrt

Nach der punktemässig schwachen Fahrt von Sonntagmorgen, mussten wir die Führung an den Australischen Piloten Matthew Scaife abgeben. Glücklicherweise waren wir jedoch immer noch in einer guten Ausgangslage, um mit den zwei abschliessenden Fahrten von Sonntagabend und Montagmorgen um den Sieg mitkämpfen zu können.

Bei der Abendfahrt vom Sonntag rechnete die Wettkampfleitung mit schwachen Winden. Gestellt sind drei Aufgaben. Am gemeinsamen Startplatz startet erst ein Fuchsballon, welcher die Absicht hat, nach 45min zu landen und ein Zielkreuz auszulegen. Während der Verfolgung des Fuchsballons sollte man eigentlich noch ein vorgegebenes Ziel (JDG) in einer Höhe von 1700ft anfahren. Schon kurz nach dem Start wurde klar, dass es niemand in die Nähe dieses JDG schaffen wird. Trotzdem musste man versuchen, seinen Loggermark im Vergleich zu den anderen Ballonen möglichst «nahe» zu setzten.

Aus den vorhergesagten schwachen Winden, wird eine richtig schnelle und somit auch weite Fahrt. Der Fuchsballon legt eine ziemliche Distanz zurück und landet auf einem grossen geernteten Weizenfeld. Eigentlich perfekt für ein Zielkreuz am Boden. Da jedoch der Wind immer weiter nach rechts dreht, wird auch hier kein Wettkampfpilot seinen physischen Marker setzten können. Wie schon bei der ersten Aufgabe gilt es deshalb, seinen Loggermark so nahe wie möglich beim Fuchs zu platzieren. Wir erkennen relativ früh, dass man versuchen muss, so weit wie nur möglich nach links zu kämpfen. Obwohl wir das Fuchs-Ziel um über 800m verfehlen, ist dies immer noch das beste Resultat von allen und wir erhalten hier 1000 Punkte.

Zum Abschluss gilt es ein FlyOn zu deklarieren und möglichst exakt zu lösen. Wir erzielen eine Ablage von gut 40m. Dies bedeutet wiederum eine Platzierung im Mittelfeld.

Fahrt vom Sonntagmorgen

Nachdem aufgrund der nicht sicheren Wetterbedingungen, die Fahrt am Samstagabend abgesagt wurde, fanden wir heute Morgen fünf Aufgaben auf dem Aufgabenblatt.

Die Reihenfolge, in welcher die Aufgaben gefahren werden sollen, war frei wählbar. Wir entschieden uns erst die beiden Ziele am Boden, ein vorgegebenes Ziel (JDG) und das Qual der Wahl (HWZ) zu fahren.

Das vorgegebene Ziel (JDG) erreichen wir beinahe perfekt und können unseren Marker bei ca. 5m fallenlassen. Aufgrund unerwarteter und drehender Bodenwinde verfehlten wir jedoch das Qual der Wahl und konnten den Marker gerade noch in die MMA schleudern, dies wird wohl nicht mehr viele Punkte geben…

Als nächstes entschieden wir uns die Dreiecksfläche (LRN), begrenzt auf 45Minuten, zu lösen. Wir entschieden uns für die schnellen Winde in mittlerer und grosser Höhe. Es ist schwierig abzuschätzen wie viele dies noch besser hingekriegt haben. Sicher scheint, dass die tiefe Variante weniger Fläche und somit Punkte bringt.

Wir deklarierten uns das folgende FlyOn (FON) schon einige Kilometer vorher, auf dem 2. Schenkel der Dreicksfläche. Wir hatten eigentlich die Option das FON nochmal zu deklarieren, trotzdem droppen wir dummerweise und setzten ein Resultat bei mehr als 100m. Wir hätten jedoch noch genügen Zeit gehabt ein neues Ziel zu wählen und es besser zu machen, was wir leider etwas zu spät realisieren.

Die letzte Aufgabe ist ein Minimum Distanz mit Zeitvorgabe. Hier gilt es mind. 30min zu fahren und dabei möglichst wenig Distanz zurückzulegen. Wir starten die Aufgabe in einem Tal und können mit wenig Geschwindigkeit und etwas hin und her in den verschiedenen Schichten ein Resultat von 300m erreichen. Es ist jedoch schwer abzuschätzen wie gut dieses Resultat im Vergleich mit den anderen Teams sein wird. Hier spielte die Position, ob man eben grad in einem Quer- oder Längstal war eine grosse Rolle..

Diese Morgenfahrt ist resultatmässig eindeutig unter unseren Erwartungen und dies wird sich sicher auch in der Gesamtrangliste so zeigen. Wir hoffen, dass wir mit den beiden letzten Fahrten von heute Abend und die Fahrt am Montagmorgen dies wieder ausbügeln können.

Samstag Morgenfahrt

Heute Morgen ist das Aufgabenbriefing um 05:00 Uhr angesetzt. Gestellt sind vorerst drei Aufgaben. Jedoch ist ein Zusatzbriefing auf dem Startplatz angekündigt. Aufgrund der Wind- und Wettersituation ist nicht sicher, ob wir überhaupt starten dürfen.

Auf dem Startplatz werden dann noch Aufgaben gestrichen und geändert, sodass eine kurze Fahrt mit zwei Aufgaben durchgeführt werden kann. Da in der vorherrschenden Windrichtung keine Zielkreuze vorbereitet sind, gilt es zwei Aufgaben per Logger zu lösen. Als erste Aufgabe muss sich jeder Pilot ein eigenes virtuelles Ziel, mit einer Minimumdistanz von zwei Kilometern zum Startplatz, deklarieren. Bevor man dann bei diesem selbstgewählten Ziel per Logger sein Resultat erzeugt, muss man erst einen zweiten Zielpunkt bestimmen, welchen man dann als zweite Aufgabe zu erreichen versucht.

Wir starten wiedermal als erster Ballon, dies ist jedoch heute kein Nachteil, weil sich jeder auf seine selber gesetzten Ziele konzentrieren muss. Wir haben somit freie Fahrt und müssen keine grosse Aufmerksamkeit auf andere Ballone richten.

Da es sehr zügige Winde hat und die Zielpunkte, welche erreicht werden sollen, in der Luft liegen, ist es heute wohl nicht so einfach, kleine Distanzablagen von Zielpunkt in der Luft und der Position, welche man im Logger als Resultat speichert, zu erzeugen.

Wir müssen wohl mit unseren Resultaten von jeweils ca. 25m zufrieden sein. Ob wir dafür die gewünschten Punkte kriegen, hängt jedoch von den Resultaten der anderen Teams ab.

Freitag Abendfahrt

Für die Freitagabendfahrt sind drei Aufgaben gestellt. Der Startplatz darf frei gewählt werden. Das erste Ziel ist ein vorgegebenes Ziel (JDG), welches per Logger auf einer Höhe von 2500ft angefahren werden muss. Danach folgt eine Minimum Distanz zweier Marker (MDD). Als abschliessende Aufgabe gilt es einen möglichst grossen Winkel entgegen einer vorgegeben Richtung zu fahren (ANG).

Es ist jedoch beinahe unmöglich nach dem JDG den MDD zu erreichen. Somit schafft es auch niemand bei dieser Aufgabe, welche nur per Marker gewertet wird, das Ziel zu erreichen. Deshalb bekommen hier einfach alle Teams 500 Punkte.

Leider gelingt uns das vorgegebene Ziel JDG nicht optimal, auch hier wird es nur ein mittelmässiges Resultat geben. Als letzte Aufgabe den Winkel zu fahren, gelingt uns aus unserer Sicht relativ gut. Jedoch müssen wir im Nachhinein feststellen, dass einige Piloten, welche später dran und länger in der Luft waren, noch einiges bessere Resultate erzeugen konnten. Deswegen gibt es auch bei dieser Aufgabe nicht mehr so viele Punkte. Glücklicherweise ist kein totaler Fehltritt dabei, jedoch sind die gesammelten Punkte für diese Abendfahrt unterhalb unseres gewünschten Durchschnitts.

Erste Wettfahrt Freitagmorgen

Nach der Anreise und den üblichen Formalitäten am Donnerstag, findet am Freitagmorgen bereits die erste Wettfahrt statt. Gestellt sind vier Aufgaben. Nach dem selbstgewählten Startplatz, gilt es ein FlyIn Ziel anzufahren. Danach ist ein 3D-Task in Form eines Donuts gesetzt. Weiter gibt es eine Qual der Wahl aus drei möglichen Zielen und zum Abschluss ein FlyOn, welches von jedem Piloten selber gesetzt wird und in jedem Fall 3-D gewertet wird.

Stefan entscheidet sehr bald, dass wir so schnell wie möglich in die Luft müssen, damit wir genügend Zeit haben, alle Aufgaben ohne Zeitdruck zu absolvieren.

Dadurch sind wir der erste Ballon in der Luft, was uns den Nachteil gibt, dass wir niemanden vor uns haben an dem wir uns orientieren können. Das FlyIn, bei welchem der Marker nur fallen gelassen werden darf, gelingt mit knapp 10m Ablage so mässig. Hinter uns wird es hier noch viele bessere Resultate geben.

Wenn man eines der Qual der Wahl Ziele gut erreichen will, kann man im «Donut» nicht das Maximum herausholen. In der Regel ist es jedoch besser, alle Aufgaben zu fahren, als zugunsten einer Aufgabe eine Folgende zu opfern. Entsprechend haben wir im Donut nur ein durchschnittliches Resultat. Wir erreichen jedoch ein Qual der Wahl- Ziel ziemlich gut. Auch das abschliessende FlyOn gelingt uns beinahe perfekt.

Obwohl man natürlich einzelne Aufgabe insbesondere die erste Aufgabe, das FlyIn, besser hätte lösen können, müssen wir mit der Fahrt sehr zufrieden sein.

Wir freuen uns auf weitere, hoffentlich aufgabenreiche Wettfahrten hier in Horb am Neckar.

4. Horber Balloncup und Deutsche Meisterschaft 2018

Wie auch in den letzten beiden Jahren, nehmen wir auch dieses Jahr am Balloncup in Horb am Neckar teil. Durch die erfolgreiche Organisation in den letzten Jahren, haben die Veranstalter den Zuschlag zur Durchführung der Deutschen Heissluftballonmeisterschaft 2018 erhalten. Wir dürfen als ausländische Gäste trotzdem an dieser Meisterschaft mitfahren und nutzen dieses gutbesetzte Teilnehmerfeld zu einem anspruchsvollen Trainingsevent vor der Weltmeisterschaft, welche in gut drei Wochen in Österreich stattfindet.

Die Wetterprognose sehen, von der Hitze abgesehen, hervorragend aus. Einzig der Samstagabend könnte durch eine duchziehende Front abgesagt werden. 

Im Team mit dabei, sind neben dem Piloten Stefan, Simon, Köbi, Silas und Urs.

Auch weitere Teams aus der Schweizer Nationalmannschaft nutzen diesen Anlass um für die WM zu trainieren. Dies sind die Teams um die Piloten, Roman Hugi, Nicole Vogel, Gian-Marco Nacht und René Erni. Damit können wir die Zusammenarbeit innerhalb der Nati schon hervorragend proben.

Wir versuchen hier auf dem Blog laufend über die Geschehnisse zu berichten.

Kommentare

Hallo Zusammen

Danke fürs tolle Blogen.

Wie war eure Fahrt heute Morgen. Wie lange ward ihr in der Luft?

LG Sonja

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